Tschechien bangt um Sommergerste


Tschechien schraubt seine Ernteschätzungen für Getreide herunter. Über die weitere Entwicklung bei Weizen herrscht Unsicherheit.  Einen Rückgang um 12 Prozent wird es voraussichtlich bei der Sommergerstenernte in Tschechien geben. Hier rechnet das Statistikamt in Prag in seiner aktuellen Schätzung mit einer Menge von knapp 1,19 Mio. t gegenüber 1,35 Mio. t im Jahr 2009. Das wären rund 165.000 t Braugerste weniger. Diese Menge würde sogar höher liegen, als der durchschnittliche Jahresexport von rund 150.000 t Braugerste. Der geschätzte Rückgang beruht ausschließlich auf einer kleineren Fläche, für den Ertrag 2010 unterstellt die Statistik für Sommergerste einen leicht höheren Wert als im Vorjahr. Die Winterweizenernte wird in Tschechien mit geschätzten 4,38 Mio. t etwa so hoch ausfallen wie im Vorjahr. Deutlich niedriger sind dagegen die Erwartungen für Wintergerste und Roggen.

Für alle Getreidearten außer Mais rechnet das Statistikamt in Prag mit einem Rückgang der Ernte 2010 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent. Die seit drei Wochen anhaltende Trockenheit könnte diese Prognose weiter verringern. (da)
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