Tschechien braucht Schweinefleisch


Deutsches Schweinefleisch ist in Tschechien anhaltend gefragt. Die tschechische Inlandserzeugung sinkt weiter. Um fast 20 Prozent sind die gesamten Schweinefleischimporte Tschechiens in den drei Monaten Juni bis August 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen. Allein aus Deutschland als größtem Lieferland kamen in den drei Monaten rund 20.000 t Schweinefleisch, zeigen die Zahlen des Statistikamtes in Prag. Kleinere Zufuhren registriert das Statistikamt auch aus Österreich, Spanien und Polen. Hinzu kommen Lebendimporte, die ebenfalls hauptsächlich aus Deutschland stammten.

Die Schweineschlachtungen sind in Tschechien weiter auf Talfahrt. Hier liegen jetzt die Quartalszahlen Juli bis September 2009 vor. Die Inlandserzeugung von Schweinefleisch ist in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahresquartal um weitere 11 Prozent gesunken. Mittlerweile sind auch die Zahlen der Schweinezählung von August 2009 veröffentlicht. Sie zeigen einen weiteren Abbau der Schweinezahl in Tschechien gegenüber dem Vorjahr um etwa 9 Prozent. Allerdings haben die Bestände gegenüber der Zählung im April 2009 um 8 Prozent zugenommen und mit 2,13 Millionen Tieren den bisherigen Tiefpunkt überschritten. Allerdings gibt es noch keine Erholung der Zuchtsauenbestände. (db)
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