Tschechien importiert mehr Schweinefleisch


Der anhaltende Abbau der tschechischen Schweinebestände mindert die Fleischerzeugung im Land. Vor allem Deutschland füllt die Lücke. Das Statistikamt in Prag registriert zum Zähltermin Anfang April 2011, dass der gesamte Schweinebestand gegenüber dem Vorjahrestermin weiter um 8 Prozent auf nur noch etwa 1,7 Millionen Tiere geschrumpft ist. Da die Sauenzahl im Jahresvergleich um 15 Prozent abgenommen hat, zeichnet sich ein weiterer Abbau ab.

Für andere EU-Länder, allen voran Deutschland, bieten sich wachsende Absatzmöglichkeiten. Die Handelsstatistik weist für die drei Monate März bis Mai 2011 einen Anstieg der tschechischen Schweinefleischimporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent aus. Von der Einfuhrmenge liefert Deutschland nach den Zahlen der Prager Statistik etwa die Hälfte. In den drei Monaten März bis Mai 2011 stammten aus Deutschland rund 24.000 t Schweinefleisch. Der Selbstversorgungsgrad beträgt in Tschechien zurzeit nur noch 62 Prozent. (db)
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