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Tschechien ist mit der EU-Einstufung als ein Land mit hoher Wahrscheinlichkeit der BSE-Erkrankung nicht einverstanden. Das bekräftigte das tschechische Landwirtschaftsministerium nach der Bekanntgabe der vom wissenschaftlichen Lenkungsausschuss vorgenommenen geografischen Risikobewertung für die Drittstaaten. Von der Bewertung hängt die seit dem 1. April geltende Pflicht ab, das BSE-Risikomaterial bei Lieferungen von Schlachthälften in die EU abzutrennen. Laut den Prager Medien bezeichnete der Pressesprecher des Ministeriums, Pavel Kovar, die Entscheidung des Ausschusses in Bezug auf sein Land als "eher politisch", da es hierfür keine realen Gründe gebe. Nach Auffassung des EU-Ressorts gehören Tschechien wie auch sein Nachbarland Österreich zur Kategorie der Staaten, wo das BSE-Risiko "nicht wahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen" sei. (pom)
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