Tschechien will Ackerbaufläche langfristig reduzieren

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Um Überproduktion zu beseitigen, will die tschechische Regierung in den kommenden Jahren die Ackerbaufläche sukzessive um 5 Prozent pro Jahr reduzieren. Derzeit wird auf 72 Prozent der Fläche Ackerbau betrieben. Ziel der Regierung ist ein Prozentsatz von 55 Prozent, was dem der EU von durchschnittlich 50 Prozent nahe kommt, berichtet Agrar Europe London. Mit Hilfe staatlicher Unterstützung sollen die Landwirte ihre Flächen anders zu nutzen. Mögliche Alternativen seien etwa die extensive Tierhaltung, der Anbau von Energiepflanzen zur Bioethanolproduktion oder von nachwachsenden Rohstoffen sowie die Flächenstilllegung. Mit der Reduzierung der Ackerbaufläche solle auch der Bodenerosion und Überschwemmungen entgegengewirkt werden.

Darüber hinaus will die tschechische Regierung auch die Ökolandwirtschaft stärker fördern. In den vergangenen Jahren habe die Regierung die nationalen Subventionen für die Ökolandwirtschaft deutlich erhöht. 1997 wurden den Angaben zufolge 1,6 Mio. EUR ausgegeben, im vergangenen Jahr seien es 7,7 Mio EUR gewesen. Als Schwachpunkte der tschechischen Ökolandwirtschaft würden eine unzureichende Vermarktung, Werbung und eine unzureichende Ausbildung der Landwirte gesehen. Rund 5,5 Prozent der Nutzfläche des Landes würden derzeit ökologisch bewirtschaftet. Bis 2010 wolle Landwirtschaftsminister Jaroslav Palas einen Anteil von 8 Prozent erreichen. (AW)

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