Tschechiens Landwirte bauen mehr Bt-Mais an

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Tschechische Landwirte haben 2008 mehr als doppelt so viel gentechnisch veränderten Bt-Mais ausgesät wie im Vorjahr. Die Anbauflächen sind von 5.000 auf nunmehr 11.000 ha angewachsen, berichtet transgen.de. Nach einem Bericht des tschechischen Informationsdienstes Aktualne wird vor allem in Südmähren an 143 Orten Bt-Mais angebaut. Nach einer Erhebung des Umweltministeriums sollen die Ernteprodukte nicht in die allgemeine Lebensmittelkette gelangen. Der Bt-Mais wird nach der Ernte entweder ausschließlich im jeweiligen Betrieb verfüttert oder für die Erzeugung von Biogas und Biotreibstoffen verwendet. In Tschechien ist eine Koexistenz-Verordnung in Kraft. Danach muss zwischen Bt-Mais und benachbarten konventionellen Maisfeldern ein Mindestabstand von 70 Metern eingehalten werden. Bei Öko-Mais sind es 200 Meter.

In Deutschland ist der Zuwachs dagegen verhältnismäßig klein. In diesem Jahr wurde Bt-Mais auf einer Fläche von 3.600 ha angebaut, das sind im Vergleich zum Vorjahr rund 1.000 ha mehr. Ursprünglich waren 4.500 ha gemeldet. (AW)

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