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Die jüngsten Protestaktionen tschechischer Schweinehalter zeigten Wirkung. Die Ankaufpreise stiegen auf die von den Produzenten geforderte Mindesthöhe an. Die inzwischen größte Absatzgenossenschaft tschechischer Schweineproduzenten, Centroodbyt, kann den ersten Erfolg verbuchen. Mit nur einigen wenigen Ausnahmen kauften die heimischen Verarbeitungsbetriebe Schlachtschweine Ende vergangener Woche zum von ihr ultimativ verlangten Preis von mindestens 30,00 Kc/kg Lebendgewicht (0,92 EUR) an. Daher verzichteten die Produzenten vorerst auf weitere Protestaktionen, zitiert die tschechische Presse den Vorsitzenden der Genossenschaft, Jan Veleba. Centroodbyt ist erst im November vergangenen Jahres durch den Zusammenschluss von sieben kleineren Absatzgenossenschaften gegründet worden. Im Dezember trat ihr dann die bis dahin bedeutendste Absatzgenossenschaft Agropork bei. Seitdem vertritt die neue Organisation Interessen von etwa 40 Prozent der gesamten tschechischen Schweinefleischproduzenten.

Nachdem die Ankaufpreise für Schlachtschweine in der ersten Februar-Woche die Ankaufpreise für Schlachtschweine, die von landwirtschaftlichen Organisationen ohnehin als ruinös für die Produzenten bezeichnet wurden, noch um 2 Prozent gegenüber der Vorwoche auf nur noch 0,78 EUR/kg sanken, kündigte der nationale Krisenstab, zu dem neben Veleba die Vertreter von vier zentralen landwirtschaftlichen Organisationen gehören, Blockaden von Unternehmen der verarbeitenden Industrie an. (pom)

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