Tschechiens Schweineimporte wachsen


Der anhaltende Abbau der tschechischen Schweinebestände mindert die Fleischerzeugung im Land. Vor allem Deutschland füllt die Lücke. Das Statistikamt in Prag registriert zum Termin Anfang August 2010, dass der gesamte Schweinebestand gegenüber dem Vorjahr weiter um 9 Prozent geschrumpft ist. Da auch die Sauenzahl im Jahresvergleich um fast 7 Prozent abgenommen hat, ist eine Erholung der tschechischen Schweinemast nicht in Sicht.

Für andere EU-Länder, allen voran Deutschland, bieten sich wachsende Absatzmöglichkeiten. Die Handelsstatistik weist für die drei Monate Juni bis August 2010 einen Anstieg der tschechischen Schweinefleischimporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 Prozent aus. Bereits im vorangegangenen Quartal waren die Importe um 5 Prozent gewachsen. Von der Einfuhrmenge liefert Deutschland nach den Zahlen der Prager Statistik mehr als die Hälfte.

Im Jahr 2009 haben die tschechischen Nettoimporte insgesamt etwa 140.000 t Schweinefleisch erreicht. Hinzu kamen Lebendimporte von Tieren, die in Tschechien geschlachtet worden sind. (db)
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