Tschechiens Schweinemast bleibt auf Talfahrt

Unverändert präsentiert sich das Bild der tschechischen Schweinebranche. Die ohnehin kleinen Tierbestände schrumpfen weiter. Deutschland füllt die Lücke mit Fleischexporten. Rund 1,9 Millionen Schweine hat das Statistikamt in Prag zur Aprilzählung 2010 im Land registriert. Gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt der Rückgang etwa 3 Prozent. Da die Sauenzahl im Jahresvergleich um fast 7 Prozent abgenommen hat, ist eine Erholung der tschechischen Schweinemast nicht in Sicht.

Für andere EU-Länder, allen voran Deutschland, bieten sich wachsende Absatzmöglichkeiten. Die Handelsstatistik weist für die drei Monate März bis Mai 2010 einen Anstieg der tschechischen Schweinefleischimporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent aus. Von dieser Einfuhrmenge hat Deutschland nach den Zahlen der Prager Statistik mehr als die Hälfte geliefert.

Im Jahr 2009 haben die tschechischen Nettoimporte insgesamt etwa 140.000 t Schweinefleisch erreicht. Hinzu kamen umfangreiche Lebendimporte von Tieren, die in Tschechien geschlachtet worden sind. (db)
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