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Im letzten Quartal dieses Jahres sollen die tschechischen Exporteure Getreide ohne Lizenz ausführen dürfen. Das verkündete der Agrarminister des Landes, Jan Fencl, auf einer Ratssitzung des nationalen Verbandes landwirtschaftlicher Genossenschaften und Gesellschaften. Eine entsprechende Empfehlung, so Fencl, werde sein Ressort dem für den Marktschutz zuständigen Industrie- und Handelsministerium erteilen. Dies wäre ihm zufolge ein positives Signal für die Preisentwicklung am tschechischen Getreidemarkt. Die Geltung diesjähriger Lizenzen für die Ausfuhr von insgesamt 300.000 t Weizen sowie 5.000 t Roggen, 10.000 t Gerste und 20.000 t Mais endet Ende September. Wie die Prager Zeitung "Slovo" unter Berufung auf die Agrarmarktexperten berichtet, könnte die Ernte 2001 in Tschechien um 600.000 t bis 2. Mio. t mehr Getreide bringen als im vergangenen Jahr. Letzteres würde einen Zuwachs um 31 Prozent auf 8,45 Mio. t bedeuten. (pom)
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