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Der bedeutendste tschechische Verarbeiter von Rapssaat, Setuza a.s., hat vor, den Rohstoff im laufenden Jahr auch aus Polen, Deutschland und der Slowakei einzuführen. Laut dem Geschäftsführer Frantisek Janu sollen damit die Möglichkeiten des gemeinsamen EU-Marktes genutzt werden. Bei einem Treffen mit heimischen Lieferanten gab Janu die Pläne bekannt, 2004/05 insgesamt 450.000 t Rapssaat anzukaufen, teilte das in Aussig an der Elbe ansässige Unternehmen mit. Außerdem sollen rund 50.000 t Sonnenblumen erworben werden, während der Umfang der Ankäufe von Sojabohnen noch offen sei. Den tschechischen Lieferanten wolle das Unternehmen, Janu zufolge, Preise für Rapssaat anbieten, die "etwas über den Exportpreisen liegen". Die Finanzierung der Ankäufe in Höhe von umgerechnet rund 21,7 Mio. EUR sei bereits gesichert, über die Bereitstellung von weiteren 9,3 Mio. EUR werde derzeit mit Kreditinstituten verhandelt. In Tschechien soll sich die diesjährige Rapsernte laut Setuza auf etwa 800.000 t belaufen, während in der ungünstigen Saison 2003 diese bei lediglich rund 480.000 t lag.(pom)
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