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Die größte Absatzgenossenschaft tschechischer Schweineproduzenten, Centroodbyt, hat vor, ab Mai 2004 mit regulären wöchentlichen Lieferungen lebender Schweine in die EU zu beginnen. Darauf wies der nationale Krisenstab der Landwirte in einem am Mittwoch veröffentlichten Ultimatum an heimische Fleischverarbeiter hin. Nur noch bis Ende dieser Woche wollen die Produzenten die Ankäufe unter dem von ihnen geforderten Preis von mindestens 30,00 kcs/kg Lebendgewicht (0,90 EUR) tolerieren, heißt es in der Erklärung des Gremiums. Ab kommendem Montag würde die Ware an die Verarbeiter unter dieser Preisgrenze nicht mehr verkauft. Nach Protestaktionen von Produzenten erhöhten zwar die tschechischen Verarbeitungsbetriebe mit nur einigen wenigen Ausnahmen zum Anfang März die Ankaufpreise für Schlachtschweine auf das verlangte Niveau. Allerdings gingen diese daraufhin wieder zurück. Vor zehn Tagen drohte Centroodbyt mit einem Stop von Lieferungen an heimische Betriebe und einem ausweichen auf Exporte im Falle erneuter Preissenkungen. Noch in dieser Woche sollen die vom Staat subventionierten Ausfuhren von Schlachtschweinen anlaufen, teilte der Krisenstab in dem Zusammenhang mit. Dem zufolge müssten die Produzenten in Tschechien Schweine ständig unter den EU-Preisen absetzen. (pom)
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