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In diesem Jahr wird auf der Internationalen Fleischwirtschaftlichen Fachmesse (IFFA), Frankfurt am Main, erstmals TÜV-geprüftes Schweinefleisch präsentiert. Die Erzeugergemeinschaft Osnabrück (EGO) ist nach eigenen Angaben der bisher einzige Produzent dessen Schweinefleisch, vertrieben unter dem Markennamen "Eichenhof", das unabhängig vergegebene TÜV-Prüfsiegel tragen darf. Nach Vergabe des Prüfzeichens erfolge alle sechs Monate eine Wiederholung der Kontrollen in allen Stufen der Erzeugung durch die TÜV Vitacert GmbH, München. Wie EGO erläutert, haben die Erzeugergemeinschaft und die angeschlossenen Fleischereien das erste Widerholungsaudit ohne Beanstandungen absolviert. "Mit dem Prüfsiegel können sich die Fleischereien einen wichtigen Qualitätsvorsprung sichern", erläutert Rudolf Festag, Geschäftsführer der EGO, das Konzept das hinter der Einführung des Prüfsiegels stehe. Mit dieser Strategie soll es gelingen sich vom Lebensmittelhandel und den Discountern abzuheben. Festag legt Wert auf die Feststellung, dass der Bundesverband kritischer Verbraucher das Prüfzeichen bezüglich Aussagekraft und Glaubwürdigkeit "bestmöglich bewertet" habe. Auch gingen die Anforderungen für das TÜV-Siegel weit über das hinaus was gesetzlich vorgeschrieben sei. Beispielsweise sei es generell verboten, Tiermehle, Wachstumsförderer, Antibiotika und andere Medikamente einzusetzen. Neben der Fleischhygiene werde zudem auf Einhaltung von Tierschutz-, Transport- und Hygienerichtlinien geachtet. Die Qualität der Futtermittel werde durch externe und interne Kontrollen sichergestellt. (ED)
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