Fleischverarbeiter

Tummel kündigt Westfleisch

Das Schlachtunternehmen Tummel hat den Pachtvertrag für die Schöppinger Betriebsstätte zum Schlachten von Sauen zum 30. Mai 2016 gekündigt, berichtet die Westfälische Rundschau. Westfleisch muss sich nun einen neuen Ort für die Schlachtung von mehr als 350.000 Sauen pro Jahr suchen. Seit vier Jahren versucht die Tönnies- Gruppe den Tummelschlachthof zu übernehmen. Das Bundeskartellamt hatte die Pläne des größten deutschen Schlachtkonzerns durchkreuzt. Im Sommer war das Übernahmeverbot vom Oberlandesgericht Köln bestätigt worden.

Was nach dem Auszug von Westfleisch aus dem gepachteten Schlachtbetrieb von Tummel in Schöppingen wird, ist nicht bekannt. Westfleisch plant, die Sauenschlachtung- und –zerlegung in den ehemaligen Gausepohl-Schlachthof nach Dissen zu verlegen. Dort könnte die Westcrown tätig werden, ein Joint Venture zwischen Danish Crown und Westfleisch. Allerdings steht für dieses Unternehmen noch die Genehmigung der europäischen Wettbewerbsbehörde aus. Zur Not könne man den Schlachthof in Dissen bei Osnabrück auch allein oder mit einem anderen Partner betreiben, heißt es dazu bei Westfleisch. (SB)
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