Tyson klagt über teures Futter

Tyson Foods verringert seine Erwartungen an Umsatz und Gewinn. Hohe Getreidepreise machen dem US-amerikanischen Fleischkonzern zu schaffen.

Nach Abschluss des 3. Quartals klagt der Fleischvermarkter mit Sitz in Springdale/Arkansas über deutlich abgeschwächte Margen im Geschäftsjahr 2011/12 (Oktober/September). In den neun Monaten bis Juni 2012, für die jetzt Zahlen vorliegen, ist der Nettogewinn um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf unter 400 Mio. US-$ gesunken. Besonders ausgeprägt war Rückgang im gerade beendeten Quartal, das die Monate April bis Juni 2012 umfasst.

Der Umsatz weist bislang noch ein Plus von 3 Prozent aus. Dennoch wird Tyson Foods seine für das Gesamtjahr 2011/12 gesteckten Ziele nicht erreichen können. Geplant war ein Umsatz von 34 Mrd. US-$. Jetzt rechnet das Unternehmen mit 33 Mrd. US-$. Gegenüber dem Vorjahr wäre er leicht höher, doch dies ist allein dem Preisanstieg geschuldet. Die verarbeiteten Mengen sind rückläufig.

Nach Fleischarten sind die Ergebnisse unterschiedlich. Besonders große Sorgen bereitet Rindfleisch, für das Tyson-Chef Donnie Smith bis 2013 einen Umsatzrückgang und anhaltend schwache Ergebnisse erwartet. Erfreulich gestaltet sich dagegen der Schweinefleischabsatz. Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2011/12 ist auch der Geflügelsektor profitabel gewesen. Hier erwartet Tyson mit seiner integrierten Produktion jedoch künftig schwächere Ergebnisse.

Grund für die gedämpften Aussichten ist die Trockenheit im Mittelwesten der USA, die das Futter stark verteuert. Smith rechnet noch bis weit in das Jahr 2013 hinein mit hohen Futterkosten. Außerdem berichtet das Unternehmen von einer abgeschwächten Fleischnachfrage.

Tyson war 2011 mit einem Umsatz von rund 32 Mrd. US-$ einer der führenden globalen Vermarkter von Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch. Das Unternehmen hat eine starke Position im US-Markt und exportiert außerdem in mehr als 130 Länder. (db)
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