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Die Weltklimakonferenz im polnischen Posen (Poznan) hat die grundlegenden Weichen für die weiteren Verhandlungen bis zur Tagung in Kopenhagen Ende 2009 gestellt. Dort soll ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Auch wenn viele Seiten sich weiter reichende Ergebnisse gewünscht hätten, wird positiv gewertet, dass in Posen ein Mandat für die weiteren Verhandlungen vereinbart worden ist, berichtet das Wiener Informationszentrum. Bis zur Klimakonferenz in Kopenhagen sind zwei weitere Treffen auf Delegiertenebene in Bonn von 29. März bis 8. April und vom 1. bis 12. Juni sowie ein weiteres Treffen im August beziehungsweise September geplant.

Die rund 190 Staaten haben sich nach zweiwöchigen Gesprächen darauf geeinigt, dass die Entwicklungsländer einen leichteren Zugang zu einem Fonds erhalten, mit dem sie sich an den Klimawandel anpassen. Dieser Fonds besteht bereits, das Geld konnte aber bisher noch nicht abgerufen werden. Eine Aufstockung ist allerdings gescheitert. Außerdem konnten sich die Industrieländer noch nicht darauf einigen, die Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis 2020 zwischen 25 und 40 Prozent konkret festzuschreiben. Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Weltklimarates werden zwar berücksichtigt, aber nur in einer Fußnote. Beim Kampf gegen die Zerstörung der Wälder kamen die Staaten ebenfalls nicht über den Stand der Klimakonferenz in Bali 2007 hinaus. Die Finanzierung dafür ist weiter unklar. (ED)

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