US-Agrarhilfen für Lebensmittelverbilligung

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In den USA sind aus dem insgesamt 900 Mrd. US-$ umfassenden Konjunkturprogramm für das Agrarministerium USDA 28 Mrd. US-$ reserviert. Der größte Teil kommt über Lebensmittelsubventionen einkommensschwachen US-Bürgern zugute. US-Agrarminister Tom Vilsack hat Anfang der Woche auch erste Zuwendungen für den ländlichen Raum angekündigt. Ein spezielles Kreditprogramm soll etwa 2.000 Landwirte in die Lage versetzen, dringend benötigte Betriebsmittel zu kaufen. Unterstützt werden sollen nach Angaben des USDA vorwiegend Junglandwirte und sozial benachteiligte Landwirte. Mit weiteren Programmen und Finanzmitteln sollen Arbeitsplätze entstehen und die ländlichen Gemeinden unterstützt werden. So werden etwa Projekte der Wasserversorgung in den Dörfern oder des Hochwasserschutzes gefördert.

Der Großteil der zusätzlichen Mittel im Haushalt des USDA ist jedoch als direkte Hilfe für die ärmere Bevölkerung vor allem in den Städten vorgesehen. Dort gibt es zahlreiche Programme wie kostenlose Schulspeisung oder Lebensmittelsubventionen (Food stamps) für Geringverdiener. Bereits Ende Februar hatte Vilsack vor Landwirten verteidigt, dass mit 20 Mrd. US-$ der Löwenanteil der zusätzlichen USDA-Mittel für den Lebensmittelkonsum verwendet werden soll. „Für fünf Dollar, die in solchen Programmen ausgegeben werden, entsteht eine Wertschöpfung in der Agrarwirtschaft von 9,20 Dollar“, besänftigte er während des Outlook-Forums die Zuhörer. (db)

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