US-Agrarsubventionen auf dem Prüfstand

Angesichts der Sorgen um die Kreditwürdigkeit der USA werden Kürzungen von Staatsausgaben drängender. Für den US-Agrarhaushalt sind 10 Prozent weniger im Gespräch. Eigentlich wollte die Regierung in Washington das Agrarbudget 2012 weitgehend unangetastet lassen und lediglich umverteilen. Im ersten Entwurf von Mitte Februar stand ein Volumen von 145 Mrd. US-$ und damit 5 Prozent weniger als im laufenden Jahr. Diese Kürzung ist kaum spürbar, weil bei hohen Agrarpreisen weniger Geld für die Preisstützung erforderlich ist. Damit wäre auch bei einem kleineren Haushaltsvolumen mehr Geld für die Unterstützung von Bedürftigen vorhanden gewesen, denen bereits jetzt 70 Prozent der Ausgaben des USDA gewidmet sind.

Der Anteil des Budgets, der für Agrarprogramme ausgegeben wird, kommt jedoch zunehmend unter Druck. US-Agrarminister Tom Vilsack hatte bereits im Februar schärfere Obergrenzen für Direktzahlungen ins Gespräch gebracht. In dieser Woche hat er nachgelegt. „Die Landwirtschaft wird es schwer haben, Gründe für staatliche Unterstützung zu finden", sagte Vilsack mit Bezug auf die hohen Agrareinkommen. Bei einer Veranstaltung mit Landwirten in Iowa sprach er sich nach einem Bericht von Progressive Farmer zwar dafür aus, ein Sicherheitsnetz beizubehalten. Vilsack hält jedoch Agrarsubventionen an Farmer, die „eine dreiviertel Million US-Dollar in der Landwirtschaft erlösen", für fragwürdig. „Alles muss auf den Tisch", stimmte er die Landwirte auf kommende Haushaltskürzungen ein. (db)
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