US-Bauernverband für mehr Ethanol im Benzin

1

Der US-Bauernverband NFU und der Ethanolbranchenverband RFA fordern, die zulässige Beimischung von Ethanol zu erhöhen. US-Agrarminister Tom Vilsack machte in dieser Woche Hoffnungen, dass der bisherige Höchstsatz von 10 Prozent bald auf 12 oder 13 Prozent angehoben werden könnte. Bei der Jahresversammlung des NFU versprach Vilsack „schnelles Handeln“. Zuständig für die maximal zulässige Beimischung ist die US-Umweltbehörde EPA, die Tests an Fahrzeugen durchführt. Die Frage ist, ob die Motoren mit dem höheren Ethanolanteil zurechtkommen. Der Verband RFA weist darauf hin, dass in Brasilien für konventionelle Motoren schon seit vielen Jahren E-25 im Einsatz sei, ohne dass Schäden bekannt seien.

Die Verbände fordern für die USA kurzfristig eine Beimischung von 15 Prozent und längerfristig E-20. Schließlich müsse die Infrastruktur für E-85 aufgebaut werden, das in den Flexible-Fuel-Motoren verwendet werden kann, wie sie in Brasilien verbreitet sind. Hintergrund ist die Sorge, dass wegen eines sinkenden Benzinverbrauches in den USA weniger Ethanol in der Beimischung getankt wird. Die Agrarbranche setzt jedoch große Hoffnungen auf den Wachstumsmotor Ethanol. (db)

stats