US-Behörden testen Kuh auf BSE


In Kalifornien ist BSE an einer Milchkuh festgestellt worden. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA hofft, dass der Handel ohne Beeinträchtigungen bleibt. Den aktuellen Fall meldete das USDA am Dienstag. Es handelt sich um das vierte Mal, dass jemals ein Rind mit Boviner Spongiformer Enzephalopathie (BSE) in den USA gefunden worden ist. Der letzte Fund war vor sechs Jahren. Der jetzige Fall sei bei Routinekontrollen entdeckt worden, meldet das Ministerium. Das Tier werde getötet und das Fleisch lande nicht in der Lebensmittelkette. Milch würde kein BSE übertragen, beruhigt das USDA die Bevölkerung. Es berichtet weiterhin, dass bei der Kuh eine atypische Form von BSE gefunden worden sei, die äußerst selten vorkomme und nicht zwangsläufig auf infektiöses Futter zurückzuführen sei. Die Probe wird jetzt auch von der Internationalen Tiergesundheitsorganisation OIE untersucht.

Das USDA betont außerdem, dass der jetzige Fund „in keiner Weise" den BSE-Status der USA bei der OIE verändert. Zurzeit sind die USA wie die meisten EU-Länder, darunter auch Deutschland, als „Länder mit kontrolliertem BSE-Risiko" eingestuft. Deswegen hofft das Ministerium, dass es keine Auswirkungen auf US-Exporte von Rindfleisch geben wird. Die Sorgen sind groß, obwohl das BSE-Geschehen in den USA nie die Dimension wie in Europa erreicht hatte. Dennoch hatte der erste Fund einer BSE-Kuh Ende 2003 in den USA für die US-Rindfleischexporte verheerende Folgen. Wichtige Importländer schlossen darauf die Grenzen. In Japan dauerte es drei Jahre, bis US-Exporteure wieder liefern durften, in Südkorea sogar fünf Jahre.

Weltweit ist BSE auf dem Rückzug. Die OIE hat im Jahr 2011 noch 29 Fälle weltweit festgestellt und damit nur ein Bruchteil des BSE-Geschehens, das zum Höhepunkt 1992 mit mehr als 37.000 Nachweisen erreicht worden war. In Deutschland ist seit 2010 kein neuer Fall mehr bekannt geworden, zeigen die OIE-Statistiken. (db)
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