Seit die Schweiz und die USA Bio-Vorschriften gegenseitig anerkennen, hofft der US-Bio-Verband Organic Trade Association (OTA) auf Absatz. Die Schweizer konsumieren pro Kopf laut OTA mehr Bioprodukte als jedes andere Land der Welt. Da die heimischen Produzenten die hohe Nachfrage nicht bedienen können, ist die Schweiz auf Importe angewiesen.

Auch in den USA selbst wird Bio immer begehrter. Der Umsatz 2014 beträgt 39,1 Mrd. US-$, was einem Zuwachs von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, nennt OTA neue Zahlen. Damit macht der Anteil der Bio-Produkte am Gesamtnahrungsmittelmarkt in den USA inwzischen rund 5 Prozent aus. 1997, das Jahr der ersten Erhebung, betrug der Umsatzanteil gerade einmal 2 Prozent.

Der Umsatz von Bio-Produkten wächst in den USA laut OTA drei Mal so schnell wie der Umsatz mit konventionellen Lebensmitteln. Am meisten gefragt waren Obst und Gemüse, mit einem Absatz von 13 Mrd. $ verzeichnete diese Sparte 2014 ein Wachstum von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am zweithäufigsten verkauft wurden Milchprodukte, hier legte der Umsatz um 11 Prozent auf rund 5,5 Mrd. zu – das stärkste Wachstum seit sechs Jahren.

Die hohe Nachfrage stellt die Branche vor Herausforderungen. Die Landwirtschaft muss nachrüsten und aufbauen, doch noch gibt es zu wenig Futtermittel, die den Kriterien der ökologischen Landwirtschaft entsprechen. Demenstprechend müssen auch in den USA einige landwirtschaftliche Bioprodukte importiert werden. (mas)
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