US-Biodieselhersteller erhalten Steuergeschenk


Der US-Haushaltskompromiss sieht Steuererleichterungen für die Biosprit-Industrie vor. Das stützt die Preise für Sojaöl.

Der Steuernachlass von 1 US-$ je Gallone für die Beimischung von Biodiesel wird rückwirkend zum 1. Januar 2012 eingeführt und bleibt in Kraft bis Ende 2013. Diese Subvention wurde als Teil des Kompromisspakets im Haushaltsstreit geschnürt, auf das sich US-Senat und Repräsentantenhaus am Neujahrstag mit Hängen und Würgen verständigten. So wurde verhindert, dass der US-Haushalt über die „fiskalische Klippe“ stürzte - ein Bündel von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, das die US-Konjunktur voraussichtlich abgewürgt hätte.

Gleichzeitig verlängert der Kongress einen Steuernachlass von 1,01 US-$ je Gallone für die Beimischung von Biosprit aus Zellulose oder Algen. Außerdem erhalten die Investoren günstigere Abschreibungsmöglichkeiten für neu errichtete Werke.

Die Nachricht über die Verlängerung der Förderung für die Beimischung von Biodiesel stützte im Verlauf des Mittwochs die Sojaöl-Futures an der Chicago Board of Trade (CBoT). Diese hielten sich anders als die benachbarten Mais-, Weizen- und Sojabohnenkurse bis zum frühen Nachmittag (Ortszeit) im Plus. Ansonsten war die Stimmung für die Agrar-Futures an der CBoT im Verlauf des ersten Handelstages gekippt – nach anfänglichen Kursanstiegen wurden Gewinne realisiert, nachdem ein festerer US-Dollar und vorteilhaftes Wetter in Argentinien und Brasilien die Notierungen belastete.

Den negativen Vorgaben aus Chicago konnte sich auch die Matif in Paris nicht entziehen. Nach anfänglich deutlichen Kursgewinnen für Raps und Mahlweizen drehte die Börse am Ende des Handelstages ins Minus. Lediglich der auslaufende Fronttermin Januar für den Mahlweizen konnte sich im positiven Bereich halten, was aber auch technischen Effekten geschuldet sein dürfte. (pio)
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