US-Ethanolbranche profitabel


Die Ethanolherstellung aus Mais nimmt in den USA wieder Fahrt auf. Fast 115 Mio. t Mais werden 2010/11 voraussichtlich zu Biokraftstoffen verarbeitet. Einen Anstieg der Maisverwendung um 5 Prozent gegenüber der laufenden Saison erwartet Joseph W. Glauber, Chefökonom des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA. Zur Begründung nennt er die höheren Beimischungsziele für Ethanol. Außerdem erwirtschaften die Ethanolhersteller seit dem Sommer 2009 nach Glaubers Berechnung wieder Gewinne. Zuvor war besonders das 1. Halbjahr 2009 verlustreich, was zu einigen Insolvenzen in der Branche geführt hatte.

Das Beimischungsziel erlaubt 2010 in den USA eine Beimischung von rund 45 Mrd. Liter Ethanol aus Mais und damit etwa 5 Mrd. Liter mehr als 2009. Kürzlich hatte die US-Umweltbehörde EPA Ethanol aus Mais auch eine ausreichende Klimabilanz bestätigt. Für die Zukunft soll jedoch das Wachstum begrenzt werden. Für die Beimischung wird in den USA ein zunehmender Anteil von Biokraftstoffen der 2. Generation gefordert, die keine Konkurrenz für die Nahrungs- und Futtermittelerzeugung darstellen. Ökonom Glauber geht davon aus, dass in zehn Jahren in den USA maximal 125 Mio. t Mais für die Ethanolherstellung verwendet werden. Das sind etwa 10 Prozent mehr als heute. (db)
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