US-Ethanolherstellung stagniert

Für die Ethanolhersteller in den USA kündigt sich 2012 ein Ende des Wachstums an. Die Exporte nach Brasilien verlieren an Schwung. Das Jahr 2011 hat den Ethanolwerken hohe Umsätze gebracht. Richtung Jahresende haben alle Hersteller in den USA die Kapazitäten auf Volllast gefahren, um noch Steuervorteile mitzunehmen. Nach Angaben von Joseph W. Glauber vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium USDA war das Geschäft in der 2. Jahreshälfte 2011 besonders profitabel. Zur hohen Inlandsverwendung kamen umfangreiche US-Exporte, die Glauber für 2011 auf insgesamt mehr als 3,4 Mrd. Liter beziffert. Davon sind nach seinen Angaben 43 Prozent oder fast 1,5 Mrd. Liter nach Brasilien gegangen. 

Seit Januar 2012 ist die Sonderkonjunktur jedoch beendet, berichtete Glauber zum Outlook-Forum in dieser Woche. Brasilien wird nach seiner Einschätzung 2012 weniger Ethanol importieren. In den USA ist das Ende des Wachstums ebenfalls erreicht. Weil der Benzinverbrauch in den USA wegen der Konjunkturschwäche schrumpft, könnte die Begrenzung der Beimischung auf 10 Prozent den Einsatz von Ethanol auf 51 Mrd. Liter deckeln. (db)
stats