US-Farmer bevorzugen Getreide


US-Farmer werden zur kommenden Ernte voraussichtlich mehr Mais und Weizen anbauen. Leichter Preisdruck zeichnet sich ab, weil das Angebot möglicherweise schneller als die Nachfrage steigt. Die Erzeugerpreise für US-Mais könnten von etwa 260 US-$/t in dieser Saison nach der Ernte 2012 auf knapp 200 US-$/t sinken, zeigen Zahlen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA. Es hat am Montag seine aktuelle Zehnjahresprognose bis zum Jahr 2021 vorgelegt. Sie enthält erste Anbauschätzungen für die Ernte 2012, die allerdings in der kommenden Woche zur traditionellen jährlichen Outlook-Konferenz des Ministeriums aktualisiert werden können.

Das USDA rechnet bisher damit, dass die Maiserzeugung in diesem Jahr kräftig wächst. Zur voraussichtlichen Flächenausdehnung unterstellt das USDA mindestens Durchschnittserträge, nachdem die US-Farmer zwei Jahre in Folge schwache Maiserträge gedroschen hatten. Das größere Angebot wird zum Teil von Mästern und im Export nachgefragt, wogegen die Ethanolhersteller 2012/13 etwas weniger Mais verwenden werden als in dieser Saison, erwartet das USDA. In der Summe würde das Angebot die Nachfrage deutlich übersteigen und Preisdruck erzeugen.

Das USDA geht außerdem davon aus, dass in den USA zur Ernte 2012 der Weizenanbau zunehmen wird. Hier erwartet das USDA einen Rückgang der Erzeugerpreise von 270 US-$/t in dieser Saison auf 220 US-$/t nach der Ernte 2012. Niedrig wären für US-Verhältnisse aber weder die Mais- noch die Weizenpreise, die 2012/13 umgerechnet für Mais 150 €/t und für Weizen 165 €/t entsprechen.

Der Zuwachs des Mais- und Weizenanbaus geht zum Teil auf Kosten des Sojaanbaus, der nach Einschätzung des USDA zur Ernte 2012 leicht schrumpfen wird. Außerdem erwartet das Ministerium, dass die US-Farmer jede Fläche bearbeiten, die irgendwie verfügbar ist und eher auf Agrarumweltmaßnahmen verzichten werden. (db)
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