US-Importbeschränkungen für EU-Weizengluten nicht rechtmäßíg

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Die Beschränkungen der USA für die Einfuhr von Weizengluten aus der EU sind mit dem internationalen Handelsrecht nicht zu vereinbaren. Zu diesem Ergebnis kommt ein vorläufiger Bericht, den das Schiedsgericht der WTO in Genf in dieser Woche der EU und den USA zur Kommentierung vorlegte. Die USA hätten nicht überzeugend darlegen können, dass gerade Importe aus der EU die Entwicklung der amerikanischen Weizengluten-Industrie hemme. Die Strukturen im eigenen Land, die sehr schlagkräftige Maiskleber-Industrie, spielten ebenfalls eine große und nicht berücksichtigte Rolle. Außerdem kritisiert der Bericht, dass die USA Kanada sehr viel glimpflicher behandelten als die EU. Das Schiedsgericht will am 21. Juli 2000 sein Urteil verkünden. Die USA können dann noch in die Berufung gehen, was das Panel um noch einmal drei Monate hinaus zögern würden. Sollten die USA die Importquote für Weizengluten nicht aufheben, wird die EU als Retorsionsmaßnahme Einfuhrzölle für Corngluten erheben. (Mö)
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