US-Mäster verdienen endlich Geld


Die Schweinepreise in den USA sind auf einem Höchststand. Grund ist ein knappes Angebot. Die Verbraucher werden vermutlich weniger Schweinefleisch essen. Für Mai berichten die Agrarökonomen der Universität von lllinois, dass die durchschnittliche Lebendnotierung mit fast 1,40 US-$/kg (umgerechnet 1,13 €/kg) ein Hoch erreicht hat. Auch in den kommenden Wochen sind die Preisaussichten optimistisch, wenngleich eher auf dem etwas niedrigeren Niveau von 1,30 US-$/kg (umgerechnet 1,05 €/kg) Lebendgewicht.

Als Grund nennen die Agrarökonomen, dass die Schweinebestände in den USA schrumpfen. Die Juni-Zählung hat gezeigt, dass die Sauenbestände gegenüber dem Vorjahresmonat um 3 Prozent abgebaut worden sind. Die US-Schweinehalter stehen immer noch unter dem Eindruck einer langen verlustreichen Phase, die im Herbst 2007 mit extrem hohen Futterpreisen eingesetzt hatte. Darauf folgte ein ausgeprägtes Tal der Schweinepreise. Nach den Analysen der Universität Illinois haben die Mäster noch bis Februar 2010 Verluste geschrieben.

Seit dem Frühjahr ist die Mast aber hochprofitabel. Hohe Erlöse stehen niedrigen Futterkosten gegenüber. Die Preise im Handel sind aber mittlerweile so stark gestiegen, dass die Konsumenten im Sommer möglicherweise den Schweinefleischkonsum einschränken. Unterdessen werden die US-Schweinehalter die Erzeugung ausdehnen. Zu spüren sein wird dies nach Einschätzung der Agrarökonomen aus lllinois allerdings erst im Jahr 2011. (db)
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