US-Maisbilanz verengt sich weiter


Das amerikanische Landschaftsministerium USDA hat in seinem mit Spannung erwarteten Report die US-Maisernte etwas nach oben korrigiert. Aufgrund einer höheren Verfütterung verknappt sich die Versorgungslage aber weiter.

Gegenüber dem Dezember wird die US-Maisernte mit 274 Mio. t (Vorjahr 314 Mio. t) rund 1,4 Mio. t höher angesetzt. Die besseren Erntezahlen resultieren aus höheren Erträgen, obwohl die US-Erntefläche für Mais 346.000 acres kleiner als zuletzt ausgewiesen wurde. Während die Anfangsbestände unverändert blieben, wurden die US-Endbestände für die laufende Kampagne um 1,1 Mio. t zurückgestuft. Zu Ende der Saison werden nur noch 15,3 Mio. t in den US-amerikanischen Läger sein und die schon enge Bilanz verknappt sich weiter. 

Die amerikanischen Analysten erwarten zudem eine stärkere Verfütterung im Inland, so dass die USA in diesem Jahr nur 24 Mio. t Mais exportieren können. Das sind über 5 Mio. t weniger als im Dezember noch vermutet. 

Die Terminmärkte reagierten positiv auf die neue Zahlen. Der Börsenhandel in Chigago knüpfte am Montag an die festere Tendenz vom Freitag an. Bereits unmittelbar nach der Schätzung hatten sich die Chicagoer Maisnotierungen aus dem roten Bereich in ein moderates Plus gedreht. An der Matif stiegen die Maiskurse zum Wochenauftakt im Tagesverlauf um knapp 5 €/t an.

Neben dem großen Report gibt das USDA im Januar auch einen Überblick über die Quartalsbestände in den USA. Zum Stichtag 1. Dezember 2012 befinden sich gut 8 Mrd. Bushel in den Getreidespeichern der USA entlang der Wertschöpfungskette. Damit sind die Vorräte 17 Prozent leerer als zum selben Zeitpunkt 2011. Im Zeitraum September bis November 2012 wurden die Lagerbestände laut USDA um 3,7 Mrd. Bushel abgebaut. Im Vorfeld des vierteljährlichen Lagerbestandsbericht hatten Analysten die Maisvorräte mit 8,3 Mrd. Bushel höher eingeschätzt. (St)
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