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Auf Grund fehlender Infrastruktur könnten die Preise für Ethanol in den USA im Laufe dieses Jahres unter Druck geraten, vermuten Experten nach einem Bericht von Agra Europe London. Die zügige Ausweitung der US-Ethanolproduktion von 26,5 Mrd. Liter im Jahr 2007 um weitere 22,7 Mrd. Liter in diesem Jahr überfordere die logistischen Möglichkeiten bei Transport und Beimengung. Das US-amerikanische Programm EISA für Unabhängigkeit und Sicherheit bei der Energieversorgung habe dazu geführt, dass zunächst die Produktionskapazitäten erhöht wurden. Die mögliche gesetzliche maximale Beimischungsquote von 10 Prozent bedeute einen Absatzmarkt von insgesamt 53 Mrd. Litern. Diese Menge könne allein wegen Kapazitätsengpässen in den nächsten Jahren nicht erreicht werden.

Auch in der EU liege der Engpass in den Beimischungskapazitäten. Bis zum Jahr 2010 könnten die angestrebten 5,75 Prozent des Kraftstoffverbrauchs nicht erreicht werden, so die Experteneinschätzung. Bis dahin würden wohl nur 3,8 Prozent des verbrauchten Kraftstoffs aus Bioethanol bestehen. (brs)

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