US-Milcherzeuger haben Durststrecke hinter sich

Niedrigpreise haben 2009 den Milcherzeugern der USA zugesetzt. Für 2010 sind die Perspektiven freundlicher. Die Erzeugerpreise sind 2009 im Jahresdurchschnitt auf 0,28 US-$/kg Milch abgesackt, nach 0,40 US-$/kg im Jahr zuvor, hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA ermittelt. Für 2010 stellt es jedoch wieder einen Anstieg auf 0,36 US-$/kg in Aussicht. Dazu trägt eine etwas verringerte US-Erzeugung bei, die auf eine leicht steigende Nachfrage treffen könnte. Das USDA erwartet vor allem belebtere Exporte für Milchprodukte.

Da die Milcherzeugung in den USA 2009 bei einem Preisniveau von umgerechnet 0,20 €/kg nicht wirtschaftlich war, hat das USDA den Erzeugern mit umfangreichen staatlichen Zuschüssen geholfen. Aus dem regulären Preisausgleichsprogramm für Milch sind nach Angaben des USDA bis Januar 2010 insgesamt 915 Mio. US-$ an die Erzeuger ausgezahlt worden. Zusätzlich hatte das Ministerium im Dezember ein einmaliges Hilfsprogramm über ein Volumen von 290 Mio. US-$ aufgelegt. Schließlich sind Mittel für die verschiedenen Absatzförderungsprogramme im Inland und im Export sowie für die staatliche Lagerhaltung aufgestockt worden. (db)
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