Was US-Farmer derzeit fürchten, sind heftige Regenfälle und Sturm. Der Tropensturm Bill, der sich an der texanischen Küste entwickelt hat, soll heute noch in Landesinnere vordringen. Dabei könnten schwere Regenfälle die südlichen Weizenanbaugebiete treffen, bevor sich die Wetterfront nach Nordosten auf die Maisanbaugebiete zubewegt.

Nach heftigen Niederschlägen schon in der Vorwoche veranlasst die Vorhersage von Regen für den mittleren Westen auch das US-Landwirtschaftsministerium dazu, die Erwartungen an die Qualitäten herabzusetzen: Nur noch 73 Prozent der Maisbestände und 67 Prozent der Sojafelder werden als „gut“ bewertet. Vereinzelt werden Hoffnungen geäußert, dass jene Gebiete verschont werden, die bereits in der Vorwoche betroffen waren.

Im Mittleren Westen der USA, in Kansas und Missouri, verzögern üppige Niederschläge mit regionalen Überschwemmungen die Feldarbeiten. Winterweizen ist von 11 Prozent der Flächen geerntet, wohingegen um diese Jahreszeit sonst bereits 20 Prozent gedroschen sind. Die Aussaat der Sojabohnen wurde zwar in der vorigen Woche in Kansas vorangetrieben, erreicht bislang aber erst 42 Prozent der Anbaufläche statt der um diese Jahreszeit üblichen 79 Prozent. (az)
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