US-Repräsentantenhaus billigt neue Farm Bill

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Der Entwurf für eine neue Farm Bill, der eine deutliche Aufstockung von Agrarsubventionen vorsieht, ist am vergangenen Freitag vom US-Repräsentantenhaus gebilligt worden. Die Neuausrichtung der US-Agrarpolitik ist damit jedoch nicht besiegelt, denn nach den Terroranschlägen vom 11. September haben sich die politischen Prioritäten in den USA verschoben, berichtet die Agrarzeitung Ernährunsgdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Problematisch an dem Entwurf zur neuen Farm Bill, den der Agrarausschuss der Repräsentantenhauses Ende Juli vorgelegt hat, ist vor allem die Haushaltsbelastung. Die neuen Vorschläge kosten in dem Zehn-Jahreszeitraum 2002 bis 2011 insgesamt 73 Mrd. US-$ mehr als die 95 Mrd. US-$, die eine Fortschreibung der jetzigen Agrarpolitik für diesen Zeitraum kosten würde. Kritisiert wurden in den vergangenen Monaten aber auch die mögliche Kollision mit WTO-Begrenzungen für Agrarsubventionen, die ungerechte Verteilung der staatlichen Mittel und die zu geringe Gewichtung des Umweltschutzes in der neuen Farm Bill. Jetzt muss der US-Senat einen Vorschlag zur künftigen Gestaltung der US-Agrarpolitik vorlegen. Unter akutem Zeitdruck ist die Regierung nicht, da die derzeit gültige Farm Bill von 1996 erst im September 2002 ausläuft. (db)
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