Das Landwirtschaftskomitee des US-Senats in Washington lädt am morgigen Mittwoch zu einer Anhörung. Geprüft werden soll, ob der Verkauf der Traditionsmarke Smithfield nach China eine Gefahr für Nahrungsmittelstandards in den USA darstelle und ob für solche Übernahmen strengere Regeln gelten sollten.

Mit 4,7 Mrd. USD wäre diese Übernahme die größte Investition eines chinesischen Unternehmens in den USA. Der zunehmende Bedarf an Schweinefleisch kann von den chinesischen Landwirten nicht gedeckt werden. Nach Mexiko und Japan ist China der drittgrößte Abnehmer von amerikanischem Schweinefleisch. Smithfield hingegen sieht sich mit sinkender Nachfrage im Heimatland konfrontiert. Durch diese Vereinbarung könnte somit beiden Seiten geholfen werden, argumentieren die Unternehmen.

Bereits kurz nach Bekanntwerden hatten Anteilseigner von Smithfield gegen die Fusion opponiert. Die jetzigen Kritiker stammen aus dem Senat und befürchten einen Ausverkauf der amerikanischen Landwirtschaft. Angesichts zahlreicher Lebensmittelskandale in China, wie verunreinigte Babynahrung oder Hormone im Fleisch, sorgen sie sich um die Sicherheit der heimischen Nahrungsmittel. Manche beschwören sogar die nationale Sicherheit herauf.

Daher muss Smithfield-CEO Larry Pope morgen vor dem Landwirtschaftskomitee Frage und Antwort stehen. Anschließend wird sich noch das Komitee für ausländische Investitionen in den Vereinigten Staaten (CFIUS) mit der Angelegenheit beschäftigen. Laut dieser Behörde nimmt die Anzahl an solchen Investments ständig zu. (hed)
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