US-Sojaernte fällt klein aus

Die jüngsten Regenfälle haben den Sojabohnen in den USA wenig geholfen. Die US-Ernte wird deutlich kleiner als im Vorjahr. Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA geht in seiner heutigen Schätzung nur noch von einer US-Bohnenernte von 73,3 Mio. t aus. Die Zahl des Vormonats hat das USDA um 10 Mio. t nach unten gesetzt. So groß ist auch der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund der kleineren Ernte werden die USA 2012/13 voraussichtlich 6,5 Mio. t weniger Sojabohnen exportieren können als in der vorigen Saison. Die US-Endbestände bleiben mit 3,1 Mio. t sehr eng. Die Prognose des USDA fiel zwar etwas pessimistischer aus, als die Analysten erwartet haben. Die Bohnennotierungen an der Chicagoer Börse und die Rapskurse an der Matif haben aber zunächst nicht mit überschwänglichen Kursgewinnen auf die neue Zahlen reagiert.

Die globale Sojabohnenbilanz 2012/13 des Reports sagt noch wenig aus, weil hier Annahmen zur südamerikanischen Sojaernte im Frühjahr 2013 eingehen, die äußerst vage sind. Das USDA zeichnet ein sehr optimistisches Bild und erwartet für Brasilien eine Rekordernte von 81 Mio. t. Zusammen mit einer deutlich größeren argentinischen Ernte könnte die globale Sojabohnenernte trotz der kleinen US-Sojabohnenernte 31 Mio. t höher als im Vorjahr ausfallen.

Wie schnell solche Prognosen überholt sein können, hat die vergangene Saison gezeigt. Große Hoffnungen an die Sojaernten in Südamerika sind zu Beginn dieses Jahres geplatzt. (St) 
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