Die abgeschlossene Sojabohnenernte in den USA bleibt zwar eine Rekordernte, doch die sehr gute Exportnachfrage nach Soja lässt die Endbestände in den USA auf nur noch  5 Mio. t in dieser Saison zurückgehen. Entgegen den Erwartungen des Marktes hat das US-amerikanische Landwirtschaftministerium USDA die Schätzung für die diesjährige US-Sojabohnenernte um fast 1 Mio. t auf weniger als 92 Mio. t nach unten korrigiert. Zwar wird das Ergebnis der vorangegangenen Rekordernte noch leicht übertroffen, doch auch die Sojabohnenexporte aus den USA werden mit fast 43 Mio. t ein neues Rekordniveau erreichen. Ursächlich für die lebhaften Exporte ist vor allem China, das in diesem Jahr nach der Prognose des USDA auf einen Importbedarf von 57 Mio. t kommen wird. Die chinesischen Sojabohnenimporte machen damit 22 Prozent der globalen Sojaproduktion aus.

Weltweit rechnet das USDA mit einer Sojabohnenproduktion von 257 Mio. t. Die Prognose aus dem Vormonat wurde durch eine höhere Ernteschätzung für Argentinien und Brasilien um 2,5 Mio. t heraufgesetzt. Die globale Ernte wird das Vorjahresergebnis aber um 3 Mio. t. verfehlen. Die weltweiten Endbestände für 2010/11 werden voraussichtlich um 1 Mio. t auf etwa 61 Mio. t ansteigen und bleiben halbwegs komfortabel.  (St)
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