US-Sojaernte übertrifft Erwartungen

Die US-Sojaernte schätzt das Ministerium wesentlich höher ein als die meisten Marktanalysten. Die Exportaussichten sind rosig.

Gegenüber dem Vormonat hat das US-Agrarministerium USDA seine heutige Schätzung um fast 6,2 Mio. t auf mehr als 77,8 Mio. t nach oben korrigiert. Der offiziellen Zahl messen Analysten eine recht hohe Zuverlässigkeit bei, weil der Sojadrusch in den USA in diesem Jahr früher als üblich begonnen hat und bis zum vergangenen Wochenende bereits 61 Prozent der Flächen geerntet waren.

Die höhere US-Ernte erlaubt nach Einschätzung des Ministeriums wesentlich umfangreichere Exporte in der Saison 2012/13. Deswegen werden die knappen Vorräte in den USA kaum aufgestockt werden können.

Die größten Hoffnungen der internationalen Nachfrager richten sich jedoch auf die Ernte in Südamerika, die nach dem Jahreswechsel ansteht. Hier hat das USDA im Vergleich zum Vormonat keine Korrekturen vorgenommen. Für Brasilien steht eine Ernte von 81 Mio. t und für Brasilien von 55 Mio. t in Aussicht.

Sollten sich diese optimistischen Annahmen realisieren, würde die globale Sojaerzeugung 2012/13 gegenüber der Vorsaison um mehr als 26 Mio. t auf 258 Mio. t ansteigen. (db)
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