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Die weitere Anhebung der US-Stützungsmaßnahmen für Sojabohnen auf etwa 60 Prozent des Produktionswertes kritisierte der Präsident des französischen Verbandes der Ölsaaten- und Eiweißpflanzenerzeuger (FOP), Xavier Beulin. Auf dem Jahreskongress seiner Organisation in der vergangenen Woche in Toulouse verwies Beulin darauf, dass die Zusatzbeihilfen bisher bei der Welthandelsorganisation WTO nicht notifiziert seien. Daher könne ihre Vereinbarkeit mit den Regeln der WTO nicht geprüft werden. Tatsache sei, dass der Anbau von Sojabohnen in den USA so gestützt werde, dass er trotz niedriger Weltmarktpreise weiter expandiere und den Weltmarkt negativ beeinflusse. Gleichzeitig sinke durch die Absenkung der Flächenzahlungen für Öl- und Eiweißpflanzen der Anbauumfang dieser Kulturen in Europa. Der ohnehin stark defizitäre Selbstversorgungsgrad Europas sinke weiter ab. Deshalb wurde auf Initiative der FOP das Europäische Bündnis für Ölsaaten ins Leben gerufen, das notfalls eine Klage bei der WTO vorbereite. Beulin forderte die EU-Kommission dazu auf, die US-Stützungsmaßnahmen auf Vereinbarkeit mit den Regeln der WTO zu überprüfen und dieses in die WTO-Verhandlungen einzubeziehen. Andernfalls müssten für Öl- und Eiweißpflanzen in Europa gleichwertige Stützungsmaßnahmen eingeführt werden. Dies teilt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V., Bonn, mit. (ED)
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