USA erhalten neuen BSE-Status


Erleichterung für US-Exporteure von Rindfleisch: Das BSE-Risiko in den Staaten dürfte demnächst günstiger beurteilt werden.

Die Internationale Tiergesundheitsorganisation (OIE) beabsichtigt, die USA als Gebiet mit „vernachlässigbarem" BSE-Risiko einzustufen. Bisher attestiert die OIE den Vereinigten Staaten die Kategorie „unter Kontrolle". Das US-Agrarministerium USDA begrüßt die günstigere Einstufung, weist aber darauf hin, dass sie noch nicht endgültig ist. Abschließend dürfte die Entscheidung zur Jahresversammlung der OIE im Mai fallen. Bis dahin hätten andere Länder noch Gelegenheit, Einspruch zu erheben. Das USDA rechnet jedoch nicht damit.

In den USA war 2003 erstmals BSE bei einer Kuh nachgewiesen worden. Obwohl das BSE-Geschehen in Nordamerika nie die Dimension wie in Europa erreicht hatte, waren die Folgen für die US-Rindfleischexporte einschneidend. Wichtige Importländer schlossen 2003 die Grenzen. In Japan dauerte es drei Jahre, bis US-Exporteure wieder liefern durften, in Südkorea sogar fünf Jahre.

Weltweit ist BSE auf dem Rückzug. Die OIE hat im Jahr 2011 noch 29 Fälle weltweit festgestellt und damit nur einen Bruchteil des BSE-Geschehens, das zum Höhepunkt 1992 mit mehr als 37.000 Nachweisen erreicht worden war. (db)
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