USA ernten mehr Sojabohnen


Die Sojabohnenernte in USA ist besser ausgefallen als zuletzt erwartet. Das USDA hat in seiner aktuellen Schätzung die Ernte um 1,2 Mio. t nach oben korrigiert.

Das US-amerikanische Landschaftsministerium erwartet eine US-Sojabohnenernte von 82 Mio. t. Auch im Markt war schon im Vorfeld der Veröffentlichung am Freitag abend von einer höheren Schätzung die Rede. Damit haben die USA trotz der widrigen Witterungsverhältnisse noch eine halbwegs ordentliche Sojabohnenernte eingefahren. Bei den übrigen Zahlen, wie Verbrauch oder Exporte hat das USDA in seinen Januar-Zahlen keine nennenswerten Änderungen vorgenommen. Die prognostizierten Endbestände für die Kampagne 2012/2013 werden gegenüber der Dezember-Prognose leicht auf knapp 3,7 Mio. t ansteigen. Dabei bleibt die Versorgungslage in den USA knapp.

Der Fokus des Marktes richtete sich aber auch auf die Prognosen für die südamerikanischen Ernten. Hierfür gab es unter dem Strich keine gravierenden Änderungen. Die argentinische Ernte wurde zwar um 1 Mio. t auf 54 Mio. t nach unten korrigiert, gleichzeitig wurde die Schätzung für die brasilianische Sojabohnenernte um 1,5 Mio. t auf 82,5 Mio. t höher angesetzt.

Nach einer ersten Reaktion mit rückläufigen Sojanotierungen hat sich zum Wochenbeginn die Stimmung in Chicago gedreht. Die Sojabohnenkurse zogen deutlich an und auch Sojaschrot notierte fester. An der Matif profitierte Raps von der überraschenden Bohnenrally mit Kursgewinnen von mehr als 5 €/t.   

Parallel zu der Ernteschätzung veröffentlicht das USDA auch im Januarreport ein Bericht über die Quartalsbestände. In den US-Lägern befanden sich zum Stichtag 1. Dezember 2012 knapp 2 Mrd. Bushel Sojabohnen. Im Dreimonatszeitraum September bis einschließlich November lief der Bestandsabbau mit 1,2 Mrd. Bushel auf Rekordniveau. Die Läger sind 17 Prozent leerer als zum Stichtag 1. Dezember 2011. (St)
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