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Die USA, Kanada und Neuseeland haben alle Fleischimporte aus der EU verboten wegen der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Frankreich, teilt der Nachrichtendienst Reuters im Internet mit. Entsprechende Maßnahmen gaben am Dienstag und Mittwoch die Landwirtschaftsministerien in Washington, Ottawa und Wellington bekannt. Das US-Landwirtschaftsministerium teilte am Dienstag mit, es dürften weder lebende Tiere noch Fleischprodukte eingeführt werden. Nicht betroffen seien jedoch gekochte Fleischprodukte wie etwa deutsche Bratwurst. Alle um den 21. Februar in die USA abgefertigten Exporte würden untersucht, nannte das US- Landwirtschaftsministerium weiter als vorbeugende Maßnahme. In den USA war die Maul- und Klauenseuche zum letzten Mal 1929 aufgetreten. Das Importverbot betrifft ein Handelsvolumen von über 400 Mio. US-$ und Importe vornehmlich aus den Niederlanden, Italien und Großbritannien. Kanada schloss sich dem Importstopp der USA an. Das neuseländische Landwirtschaftsministerium erklärte heute, unter das Importverbot würden neben Fleisch auch Milchprodukte, Tier-Samen und Embryos fallen. Die Maßnahme sei vorübergehend, bis die Lage in den einzelnen EU-Ländern klar sei. (ED)
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