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Die Exporte von Milchprodukten aus den USA werden durch staatliche Unterstützungszahlungen gefördert. Die Neuseeländer zeigen sich enttäuscht über die Maßnahmen. Im Exportförderprogramm DEIP des US-Landwirtschaftsministeriums USDA sollen für den Zeitraum Juli 2008 bis Juni 2009 Zahlungen für mehr als 68.000 t Magermilchpulver, 21.000 Butterfett, 3.000 t verschiedener Käsesorten sowie 34 t anderer Milchprodukte gewährt werden. Das Programm entspreche den Vorgaben der Welthandelsorganisation (WTO, betont das USDA.

In einer ersten Stellungnahme bezeichnet die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra, Auckland, die US-Exportföderung als „schlechte Nachrichten für den Markt und die neuseeländischen Milcherzeuger“. Denn der Weltmilchmarkt balanciere sich aktuell neu. Die Wiederaufnahme von Exportstützungen sei ein negatives Signal für den Markt und die Weltwirtschaft, sagte David Wickham, Fonterra-Manager für den Welthandel. Das Programm hat nach seiner Ansicht nur extrem geringe Wirkungen auf die Milchpreise in den USA, schädige jedoch in erheblichem Maße den Weltmarkt für Milchprodukte. (jst)

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