USA subventionieren mehr als die EU

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In den USA werden im Wirtschaftsjahr 1999/2000 mehr Haushaltsmittel für die Subventionierung von Ackerkulturen ausgegeben als in der EU. In den USA summierten sich die Ausgaben für staatlich abgesicherte Preise (Marketing-Loans) und für einmalige Nothilfen auf 20 Mrd. Dollar. Dies erklärte am Donnerstag in Brüssel Lars Hoelgaard von der EU-Kommission, der in der Agrarverwaltung für Getreide- und Ölsaaten zuständig ist. Die Ausgaben der EU bezifferte Hoelgaard auf einer Konferenz von Agrar Europe London auf 17 Mrd. Dollar, davon 15 Mrd. Dollar für Flächenprämien und 950 Mio. Dollar für die Exporterstattungen für Getreide. Klar werde damit, dass in den kommenden WTO-Verhandlungen nicht nur die EU sondern auch die USA ihr Subventionssystem verteidigen müssten. Die hohen Ausgaben in den USA seit dem Fair-Act seien nur unzureichend veröffentlicht worden, beklagt Hoelgaard. (Mö)
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