USA und EU planen Arbeitsgruppe "Biotechnologie"

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Eine gemeinsame Arbeitsgruppe zum Thema "Biotechnologie" wollen die USA und die EU einrichten. Dies ist einer der wenigen Erfolge des transatlantischen Gipfeltreffens am Mittwoch in Lissabon. Mit Hilfe des Gedankenaustausches von wissenschaftlichen Experten will man die unterschiedlichen Ansichten zur Gentechnik einander annähern. Aber auch Vertreter der Landwirtschaft, der Verbraucher und Umweltschützer sollen an der Arbeitsgruppe teilnehmen. Ein erster Bericht der Arbeitsgruppe ist für den kommenden USA/EU-Gipfel im Dezember vorgesehen. Weiterhin wollen sich EU-Kommissionspräsident Romano Prodi und der amerikanische Präsident Bill Clinton dafür einsetzen, dass noch in diesem Jahr eine neue WTO-Runde eingerichtet wird. Sie soll die Themen Umwelt und Arbeit umfassen. Allerdings dürften Standards in diesen Bereichen nicht als Handelshemmnisse missbraucht werden. Außerdem wollen die beiden Handelsmächte stärker auf die Bedürfnisse der Entwicklungsländer eingehen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Im Streit um hormonbehandeltes Rindfleisch und die Bananenmarktordnung der EU ist man in Lissabon dagegen nicht weiter gekommen. Beide Seiten beteuerten lediglich, man wolle die Handelskonflikte entsprechend den WTO-Regeln lösen. (Mö)
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