Die globale Agrarwirtschaft wird trotz des Aufstiegs von Schwellenländern weiterhin von den USA und Europa dominiert. Gerade für Europa bestehen künftig jedoch Risiken. Obwohl Länder wie Brasilien und Neuseeland den globalen Handel mit Rindfleisch oder Milch bestimmen, verfügen die USA und Europa in der globalen Landwirtschaft und im Agribusiness nach wie vor über die größte Macht. Zu diesem Ergebnis kommt die kürzlich veröffentlichte Studie „Power in Agriculture" der Oxford Farming Conference. Dieser Zustand werde sich auch in den kommenden zehn Jahren nicht wesentlich verändern, schreiben die Autoren. Längerfristig bedrohe jedoch der relativ schlechte Zugang zu Ressourcen wie Land, Öl, Gas und Düngemitteln gerade den Status der heutigen Agrarmacht Europa. Länder wie China, Russland und Kanada schneiden in diesem Punkt wesentlich besser ab. Deshalb sei es für Europa zunehmend wichtiger, Fortschritte in der effizienten Nutzung von Ressourcen zu machen. Zudem müssten Alternativen zur Nutzung traditioneller Ressourcen entwickelt werden, betonen die Verfasser der Studie. (sch)  

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