USA und Südkorea starten Freihandel

Agrarerzeugnisse aus den USA können ab sofort mit geringeren Zöllen nach Südkorea exportiert werden. Das bilaterale Freihandelsabkommen ist seit dieser Woche in Kraft. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums entfallen sofort zwei Drittel der Zölle, die Südkorea bisher für Agrarlieferungen aus den USA erhoben hat. In den kommenden Jahren ist ein weiterer Abbau der Handelsbeschränkungen vorgezeichnet. Das USDA rechnet mit einer Zunahme der US-Agrarexporte nach Südkorea um 1,9 Mrd. US-$ jährlich.

Im Jahr 2010 haben die USA Agrarprodukte im Wert von 5 Mrd. US-$ nach Südkorea verkauft. Damit ist das Land fünftgrößter Absatzmarkt für US-Agrarerzeugnisse. In Südkorea stammen fast 30 Prozent der Agrarimporte aus den USA. Südkorea kauft jährlich am Weltmarkt insgesamt rund 7 Mio. t Mais, 5 Mio. t Weizen, 1,7 Mio. t Sojaschrot und reichlich 400.000 t Rindfleisch. Besonders umfangreich sind aktuell die südkoreanischen Importe von Schweinefleisch, die das USDA 2011 auf fast 1 Mio. t schätzt.

Südkorea hat mit der EU bereits 2009 Handelserleichterungen beschlossen und steht außerdem mit anderen Agrarexportländern wie Kanada, Australien und Neuseeland in Verhandlungen. (db)
stats