USA wappnen sich gegen Vogelgrippe

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Noch ist in den USA kein Fall von Vogelgrippe aufgetreten, die Vereinigten Staaten wollen jedoch bei einem Ausbruch vorbereitet sein. Dafür hat US-Präsident George W. Bush gestern ein nationales Programm angekündigt. Mit einem Haushaltsvolumen von 7,1 Mrd. US-$ sollen mehrere Maßnahmen ergriffen werden, heißt es in einer Presseerklärung aus dem Weißen Haus in Washington. Zum einen soll die Überwachung von Nutz- und Wildvögeln verbessert werden, um im Falle einer Ansteckung den Grippeerreger so früh wie möglich zu entdecken. "Jeder US-Bundesstaat und jede Gemeinde muss bei einem Grippeausbruch vorbereitet sein", betont Bush. US-Landwirtschaftsminister Mike Johanns ergänzt, dass die Veterinäre im Fall eines Ausbruchs in der Lage sein müssen, umgehend die betroffenen Bestände auszumerzen, bevor es zu einer Verbreitung des Virus kommt. Zum anderen will die US-Regierung die Bevölkerung besser schützen. Dazu sollen die Vorräte von Impfstoffen und Medikamenten gegen Grippeerkrankungen deutlich aufgestockt werden. Schließlich ist geplant, dass in den USA mit staatlicher Unterstützung die Produktionskapazitäten für die Herstellung von Impfstoffen zügig erweitert werden. (db)
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