USA wollen wieder Agrarpreise stützen

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Wieder eingeführt werden soll in den USA die direkte Stützung der Agrarpreise, wenn die Weltmarktpreise unter festgesetzte Zielpreise fallen. Das sieht der Vorschlag zur neuen Farm Bill für die Jahre 2002 bis 2011 vor, der am vergangenen Freitag vom Landwirtschaftsausschuss im Repräsentantenhaus vorgelegt worden ist. Für Weizen ist beispielsweise schon ab der Ernte 2002 ein Zielpreis von rund 148,50 US-$/t vorgesehen. Wenn US-Farmer einen solchen Betrag am Markt nicht erlösen können, soll ihnen die Differenz über ein gestaffeltes Subventionssystem aus dem Staatshaushalt gezahlt werden.

Als "Rückzug auf nationale Interessen ohne Rücksicht auf internationale Handelsvereinbarungen" kommentiert die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe das geplante US-Landwirtschaftsgesetz. Es muss zwar im September noch vom US-Senat gebilligt werden, bevor es in Kraft treten kann. Größerer Protest gegen die neue agrarpolitische Ausrichtung ist bislang in den USA jedoch nicht auszumachen gewesen. (db)
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