Am engen Sojaangebot dürfte sich vorerst nichts ändern. Bis Südamerika liefert, sind Bohnen, Schrot und Öl aus den USA begehrt.

Das US-Agrarministerium USDA hat in seinem heutigen Wasde-Report die Erwartungen für Exporte der Sojaprodukte aus den USA nach oben gesetzt. Zu den US-Verkäufen von 36,6 Mio. t Sojabohnen kommen 2012/13 etwa 7,4 Mio. t Sojaschrot und 0,8 Mio. t Sojaöl hinzu.
 
Für Schrot registriert das USDA rege Nachfrage aus der EU und Ägypten, für Öl aus Mexiko und China. Der Bedarf wird anhalten, bis Brasilien und Argentinien aus der neuen Ernte liefern können. Wegen der regen Nachfrage nach US-Soja hat das USDA die Endbestände in den USA gegenüber dem Vormonat leicht herabgesetzt.

Die Zahlen zur südamerikanischen Ernte hat das USDA in seinem Dezember-Bericht nicht revidiert. Nach wie vor prognostiziert das Ministerium eine Erzeugung in Brasilien von 81 Mio. t und in Argentinien von 55 Mio. t. Im Markt wird zurzeit diskutiert, dass die brasilianische Ernte noch höher - bis zu 84 Mio. t - ausfallen könnte, wogegen sich für Argentinien die Schätzungen nach unten Richtung 51 Mio. t bewegen.

Überraschungen haben die heutigen Zahlen jedoch nicht zu bieten. Die Börse in Chicago notierte kurz nach der Veröffentlichung der USDA-Zahlen Sojabohnen und Sojaöl im Minus. Lediglich Sojaschrot zeigt für die ersten Liefertermine 2013 ein kleines Plus. (db)
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