USDA-Flächenbericht lässt Markt kalt


Das US-Agrarministerium USDA hat die Erwartungen an eine große US-Maisaussaat zur Ernte 2012 abermals bestätigt. Obwohl Mais auf der größten Fläche seit 1937 stehen soll, zeigt sich der Markt in Chicago fest. Die Analysten in Washington erwarten eine Flächenausdehnung von 5 Prozent auf Jahressicht. Konkret bedeutet dies, dass US-Farmer in diesem Frühjahr Mais auf einer Gesamtfläche von 96,4 Mio. acres anbauen.

Doch diese hohe Zahl konnte die Preise an der Chicago Board of Trade keinesfalls drücken, da anhaltende Sorgen um Trockenheit und Hitze in den wichtigen Anbaugebieten im Mittleren Westen den größeren Einfluss auf die Preisbildung ausübten. Ein US-Erzeuger bestätigte im Gespräch mit agrarzeitung.de, dass die Hitze im Maisgürtel auch von Farmern in den Vereinigten Staaten selbst als Problem wahrgenommen werde – und nicht nur von Analysten und institutionellen Anlegern. Bei Mais sei die Kornbildung geringer ausgeprägt, sagte der Erzeuger aus dem US-Bundesstaat Nebraska.

Auch die US-Sojabestände würden regional kein gutes Bild abgeben, berichtete der Erzeuger weiter. Doch die Sojabohne könne bei ausreichend Niederschlag im August und September noch Ertragspotenzial aufholen. Bei Soja stellt der USDA-Bericht eine Flächenausdehnung um 1 Prozent gegenüber 2012 auf 76,1 Mio. acres in Aussicht. (pio)
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