USDA drosselt hohe Erwartungen für Brasilien

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Die brasilianische Sojabohnenernte wird 2004/05 vermutlich nicht so hoch ausfallen wie bisher erwartet. Damit sind in den kommenden Wochen auch nicht ganz so große Exportmengen an brasilianischem Sojaschrot zu erwarten. Die aktuelle Ernte an Sojabohnen hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA heute auf 63,0 Mio. t geschätzt. Das sind 1,5 Mio. t weniger als im Januar erwartet. Allerdings läge auch diese etwas kleinere Erntemenge deutlich über den beiden Vorjahresergebnissen von 52,0 und 52,6 Mio. t. Brasilien wird 2004/05 nach USDA-Schätzungen 22,3 Mio. t Sojabohnen exportieren können. Das sind etwa 2,5 Mio. t mehr als in den beiden Vorjahren. Nicht ganz so deutlich wird der Anstieg der Exporte von Sojaschrot ausfallen. Brasilien hat jetzt ein Potenzial für Sojaschrotexporte von etwa 15,9 Mio. t. Vor einem Monat war das USDA noch von 17,0 Mio. t ausgegangen. Doch auch die kleinere Menge bedeutet noch ein Plus gegenüber 2003/04 von rund 1,0 Mio. t und gegenüber 2002/03 von 2,1 Mio. t. Insgesamt übersteigt das Angebot am internationalen Sojamarkt die Nachfrage. Das USDA geht für 2004/05 von einem deutlichen Anstieg der weltweiten Bestände bei Sojabohnen und Sojaschrot aus. Solange sich an dieser Konstellation nichts ändert, bleiben die Preise unter Druck. (db)
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